Austausch mit dem Collège Jean-Louis Hamon/Plouha der 8. Klassen

„Auf nach Frankreich“ hieß es dieses Jahr für 23 Schüler der achten Klasse, die überwiegend Französisch als erste Fremdsprache gewählt hatten. In die Bretagne sollte es gehen, genauer gesagt nach Plouha. Eine Bahnfahrt, fast einmal quer durch ganz Mittel- und Westeuropa, war deshalb nötig.


Plouha ist ein kleiner, verschlafener Ort an der Nordküste. Wir wurden durch ein volles und abwechslungsreiches Programm ganz schön auf Trab gehalten. So bot man uns einige Tagesausflüge, wobei wir interessante Dinge über die Bretagne selbst und ihre Gegebenheiten erfuhren. Wir besuchten die schöne île de Bréhat, spielten in einem wegen des häufigen Regens in der Bretagne überdachten Boulodrôme einen Boule-Wettbewerb, wobei wir uns als talentierte boulistes herausstellten. Höhepunkt war eine Fahrt zum Mont St. Michel und nach Saint Malo.
Doch was wir gehofft hatten, nicht tun zu müssen, trat ein: Wir mussten den Unterricht an der französischen Schule besuchen. Dabei machten wir die Feststellung, dass französischer Unterricht genauso interessant ist wie deutscher.
Mit den französischen Schülern kamen wir gut zurecht, denn sie waren alle sehr freundlich und man erkannte, dass alle Jugendlichen, egal welcher Nationalität, die gleichen Problemchen haben.
Auch über die Gastfamilien konnte man nicht (oder zumindest wenig) klagen und der Abschied fiel allen schwer, auch wenn man manchmal ein paar Verständigungsschwierigkeiten gehabt hat. Nach einigen unangenehmen und stressenden Begebenheiten auf der Heimreise (einige dachten schon, dass wir es gar nicht mehr bis nach Hause schaffen würden), kamen wir wohlbehalten (?) am Passauer Bahnhof an und freuten uns schon auf den Besuch der Franzosen im Juni.

Veronika Luther (8a)



Aus der Sicht des begleitenden Lehrers seien zwei Dinge hinzugefügt:
Die Franzosen in Plouha stimmten regelrechte Lobeshymmen auf das Verhalten, die Sprechbereitschaft und die sprachlichen Fertigkeiten unserer Schüler an.

Es war eine sehr nette, motivierte, kooperationsbereite Truppe, die bereit war zu einem bain de langue, also fast zwei Wochen lang nur Französisch, vom Aufstehen bis zum Bettgehen und in einigen Fällen bis in die Träume hinein. Das heißt nicht, dass sie mich nicht manchmal nervten, aber das gehört halt einmal zum Job.

W. Höfer